Sonntag, 11. September 2016

Ankunft auf dem Ponyhof - Fortsetzung



Ankunft auf dem Ponyhof – Teil 2


„Hast du auch so gut geschlafen?“, fragt Denise am Morgen ihre Freundin. Jana dreht sich auf die andere Seite und murmelt: „Ja, aber ich will weiterschlafen. Also sei still. Schließlich haben wir Ferien!“
Denise schüttelt unwillig den Kopf. Sie ist ja nicht hier, um im Bett zu liegen. Also zieht sie sich schnell etwas über, schnappt sich ihre Kulturtasche und macht sich auf ins Bad. Im Flur duftet es herrlich nach Kaffee und frischen Brötchen. Sicher hat Frau Brinkmeier das Frühstück bereits vorbereitet. Denise läuft das Wasser im Mund zusammen. Sie freut sich auf den ersten Tag auf dem Ponyhof. Während sie ausgiebig ihre Zähne putzt, denkt sie sich weitere Namen für das Fohlen aus. Netti, Nanni, Nala kommen ihr in den Sinn.
Es klopft an der Badezimmertür. Jana ist nun doch aus dem Bett gefallen.
„Hättest wenigstens auf mich warten können!“, mault sie verschlafen. „Du bist ja ein richtiger Morgenmuffel!“, kichert Denise. Jana grinst. „Das sagte Mama auch immer!“ Schnell wäscht sie sich und bürstet ihre Haare, dann geht es ab zum Frühstück.
„Guten Morgen die Damen!“, sagt Frau Brinkmeier und setzt sich zu den Mädchen an den Tisch. Ihr Mann ist schon längst draußen bei den Tieren.
„Lasst es euch schmecken!“
Das machen die beiden gern. Die Marmelade ist köstlich. Frau Brinkmeier hat sie selbst gekocht. Denise lobt den herrlichen Geschmack und Frau Brinkmeier freut sich.
„Habt ihr schon einen Namen für unser Fohlen ausgedacht?“, will sie dann wissen. „Im Stall hängt eine Tafel, da könnt ihr eure Vorschläge eintragen“, erklärt sie. „Ein paar Namensideen gibt es schon von den Kindern, die hier nachmittags zum Reiten kommen. Ihr könnt ja mal schauen!“
„Machen wir!“, versprechen die Mädchen.
Denise bittet um einen Stift und einen Block. „Wir wollen unsere Namen mal aufschreiben und dann auswählen, welchen davon wir auf die Tafel schreiben wollen. Frau Brinkmeier hat beides parat und schaut ihnen neugierig über die Schulter. Dann lacht sie herzlich und kann sich gar nicht wieder beruhigen.
„Sind unsere Namen so komisch?“, fragt Jana verunsichert. Doch sie bekommt keine Antwort, Frau Brinkmeier kann vor lauter Lachen nicht reden, prustend verlässt sie die Küche. Als sie nach kurzer Zeit zurückkommt, entschuldigt sie sich für den Heiterkeitsanfall.
„Entschuldigt bitte, ihr werdet gleich sehen, warum ich so gelacht habe. Aber findet es lieber selbst raus!“
Die Kinder helfen noch beim Abräumen, dann hält sie nichts mehr im Haus. In den Stall wollen sie.
Dort treffen sie Herrn Brinkmeier, der dabei ist, die Boxen auszumisten. Die Ponys sind schon wieder auf der Weide.
„Werden sie jeden Abend in den Stall geholt?“, wollen die Mädchen wissen.
„Das ist unterschiedlich, manchmal bleiben sie auch draußen. Aber wenn Kinder zum Reiten kommen, dann müssen sie ja geputzt werden und gesattelt. Das geht hier in der Stallgasse besser. Ich habe auch gern immer alles im Blick!“, antwortet Herr Brinkmeier ihnen.
Jana hat die Tafel entdeckt, auf der die Namensvorschläge für das Fohlen gesammelt werden. Neugierig liest sie: Nobby, Nandor, Nico …, dann prustet sie ebenfalls los, ganz so wie Frau Brinkmeier beim Frühstück.
„Was lachst du denn jetzt so blöd?“, fragte Denise. Jana deutet auf die Tafel und dann weiß auch Denise Bescheid. Das Fohlen ist ein Hengst – peinlich!
Ein paar Tage später, die Kinder haben sich wunderbar eingelebt auf dem Ponyhof, findet das Sommerfest statt und während des Festes wird der Name für das Fohlen ausgelost. Trotz aller Anlaufschwierigkeiten gewinnt Denise mit ihrem Vorschlag. Nevio heißt der junge Hengst von nun an. Es gibt nämlich in ihrer Klasse einen Jungen, der so heißt und den mag sie sehr. Es macht ihr auch gar nichts aus, dass Jana sich darüber lustig macht. Gewonnen ist gewonnen und das ist das Wichtigste!

© Regina Meier zu Verl 2016

Kommentare:

  1. Gewonnen ist gewonnen, - ich finde auch, dass dies alleine zählt. Außerdem ist Nevio wirklich ein hübscher Name und er passt bestimmt auch hervorragend zu dem kleinen Hengst.
    Ich hoffe, die Abenteuer auf dem Ponyhof gehen weiter, denn dort kann man sicher viel erleben.
    LG
    Astrid

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  2. O weia, da hätte man dem armen Kerl doch fast einen Mädchennamen verpasst.
    Mir geht es wie Astrid: Geht's noch weiter? Vielleicht in 3 Tagen :-)!! LG Martina

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  3. Liebe Regina,
    herrlich , die Geschichte, auch ich bin gespannt, ob und wie es hier weitergeht :O)
    Hab noch einen zauberhaften Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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  4. Liebe Regina, köstlich, hätten sich wohl doch mal vergewissern sollen,ob Mädchen oder Bub.Schöne Geschichte, gibt es noch eine Fortsetzung? Liebe Grüße Eva

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  5. Hallo, Regung,
    ENDLICH habe ich es geschafft, die Fortsetzung vom Ponyhof zu lesen. Dabei war ich soooo neugierig darauf! Aber die Realität ... :-(
    Nein ist ein sehr schöner Name für den Kleinen.
    Im Übrigen wünsche ich mir auch eine Fortsetzung dieser schönen Geschichte ...
    Liebe Grüße, und ein erholsames Wochenende!
    Christine

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