Dienstag, 15. September 2015

Kaffeeklatsch mit Hindernissen Teil 3



 Es geht weiter mit der Geschichte von Birte und Achim. Die nachfolgenden Reizwörter habe ich heute verarbeitet

Abschied, Urlaub, singen, pink, langweilig


 Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen.
Bitte besucht auch die reizenden Geschichtenschreiberinnen:




Kaffeeklatsch mit Hindernissen Teil 3
© Regina Meier zu Verl 2015


Nachdem Achim einen weiteren Anruf von Lena erhalten hatte, die ihm die Situation schilderte, schnappte er sich seinen Autoschlüssel und raste kopflos nach Hause. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Auf diese Weise hatte Birte nicht von seinem Techtelmechtel mit der Freundin erfahren sollen. Schonend wollte er es ihr beichten. Für ihn war es ein Abenteuer gewesen. Wie konnte er nur so blöd sein und Lena mit „Schatz“ anreden.
„Ich bin so dämlich!“, fluchte er. „Verdammter Mist!“

Als er in die Straße einbog, sah er die beiden Frauen, Birte und Tina, vor der Haustür stehen. Er parkte, sprang aus dem Wagen und lief auf seine Frau zu. Ihr Gesicht war kalkweiß und gerade rechtzeitig konnte er sie auffangen, als sie ohnmächtig wurde. Beruhigend sprach er auf sie ein. Dann gab er Tina den Schlüssel.
„Bitte schließ mal auf, ich trage sie ins Haus“, bat er. Das war leichter gesagt als getan, denn Birte hatte in den letzten Monaten tüchtig an Gewicht zugelegt. Seit der Fehlgeburt vor einem Jahr waren sicherlich mindestens 25 Kilo dazugekommen und so richtig schlank war Birte eigentlich nie gewesen. Es hatte ihn nicht gestört, denn er liebte seine Frau. 

Wäre da nicht diese große Traurigkeit zwischen ihnen gewesen, dann wäre diese Sache mit Lena sicherlich nicht passiert.
Achim erinnerte sich an den Abschied, bevor Birte mit ihrer Mutter ans Meer gefahren war. Die beiden wollten einfach mal Urlaub machen, damit Birte auf andere Gedanken kommen konnte. In ihren Augen hatten Tränen gestanden, als sie sagte: „Du verstehst das nicht, ich habe mein Kind verloren und damit werde ich nicht fertig!“ In keiner Weise hatte sie ihn einbezogen. War es nicht auch sein Kind gewesen?
Lena war für ihn dagewesen. Die Treffen mit ihr waren pink, schrill und aufregend. Sie hatte ihn sogar dazu gebracht, in einer Karaoke-Bar zu singen. Das hätte er sich vorher niemals vorstellen können und er genoss es. Eine Weile jedenfalls. Dann packte ihn das schlechte Gewissen und die Sehnsucht nach seiner stillen, liebevollen Ehefrau.
„Du bist so langweilig, komm, lass uns etwas unternehmen!“, hatte Lena fei ihrem letzten Treffen gesagt. Doch da war es für Achim eigentlich schon vorbei gewesen. Mit Lenas Beharrlichkeit hatte er jedoch nicht gerechnet. Sie setzte ihn unter Druck und drohte, Birte alles zu erzählen. Und jetzt kam es auf diese blöde Art und Weise ans Tageslicht.

Schweißgebadet erreichte Achim die Wohnung. Vorsichtig setzte er Birte auf dem Sofa ab, ergriff ihre Beine und lagerte sie hoch. In diesem Moment kam Birte zu sich. Sie öffnete die Augen, erinnerte sich an das Geschehene und begann zu weinen. Ihr Körper wurde vom Schluchzen geschüttelt. Achim konnte sie nicht beruhigen. Erst als Tina eingriff, Achim zur Seite schob und Birte vorsichtig über’s Haar strich, verminderte sich das Schluchzen. Mit hängenden Schultern stand Achim hilflos daneben, ein Abbild des schlechten Gewissens.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erhob sich Tina.
„Kann ich euch allein lassen? Ihr solltet reden!“, schlug sie vor. Birte nickte.
„Geh nur, danke, dass du geblieben bist. Wir kommen schon klar!“

Nachdem die Korridortür ins Schloss gefallen war flüsterte Achim:
„Es tut mir so leid, Schatz!“
Birte sprang vom Sofa auf.
„Nenn mich nie wieder Schatz, hörst du, nie wieder!“, kreischte sie und rannte in die Küche.

Fortsetzung folgt ...

Wie es weitergeht mit den beiden, das erfahrt ihr in der nächsten Woche. Die Geschichte wollte einfach noch weitergeschrieben werden und ich konnte nicht nein sagen.

Kurzer Hinweis:
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Kommentare:

  1. Du spannst uns aber wirklich auf die Folter. Da war ja doch so ein kleines Techtelmechtel. Meine Vermutung ging dahin, dass alles ein großer Irrtum war. Da bin ich ja gespannt, wie es weiter geht und freue mich schon auf den kommenden Dienstag - so wie immer! :-) - Endspurt! Die 100.000er-Marke wird bald geknackt! Freu!!!! LG Martina

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  2. Na, da bin ich aber mal gespannt,- bestimmt rauscht es jetzt im Karton ;-) Du verstehst es die Geschichte immer an der richtigen Stelle zu beenden und uns neugierig zu machen.
    Die Beiden sollten sich in Ruhe aussprechen, dann finden sie bestimmt eine Lösung. Aber ich denke, Du wirst es nicht alles so einfach beenden, bestimmt hältst Du noch eine Überraschung für uns bereit. Ich freue mich schon auf die nächste Folge.
    LG
    Astrid

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  3. Danke, Regina, für die spannende Fortsetzung!

    Freu mich auf mehr :)

    Alles Liebe
    Eva :)

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  4. Da freue ich mich schon auf die nächste Fortsetzung. Danke für die schöne Geschichte.
    LG Elke

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  5. es geht weiter und bin mal gespannt wie ... eine schöne Liebesgeschichte!
    Lieben Gruss Elke

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  6. Guten Morgen, meine liebe Regina,
    Du machst es diesmal aber wirklich sehr spannend ;O)
    Ich freu mich schon auf die Fortsetzung!
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag :O)
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

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  7. Uiiii, Regina - die Spannung ist fast mit Händen zu greifen! Wie bei einem Fernsehfilm, bei dem im unpassendsten Augenblick ein Werbeblock ins Geschehen geknallt wird... :-(
    Also, wenn ICH an Birtes Stelle wäre - ich würde Achim hinauswerfen. Da bin ich rigoros. Betrogen ist betrogen - ich könnte ihm nie wieder vertrauen. Aber darüber denkt natürlich jeder anders.
    Jetzt platze ich fast vor Neugier, wie es wirklich weitergeht...
    Liebe Grüße
    Christine

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  8. hat Spaß gemacht, bin gespannt, einen guten Tag wünsche ich

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  9. hat Spaß gemacht, bin gespannt, einen guten Tag wünsche ich

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  10. Liebe Regina, na da bin ich aber gespannt, Reden müssen sie, das ist sehr wichtig! Ich wurde sie in Urlaub schicken. Das war schon ein grosser Fehler mit dem Urlaub mit der Mutter, aber wir werden sehen. Liebe Grüße Eva

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