Mittwoch, 27. Mai 2015

Gedanken und ein Nachruf

Gerade habe ich mal nachgeschaut, wann ich mit dem Bloggen begonnen habe. Es sind mittlerweile 10 Jahre, im Mai 2005 habe ich angefangen, damals noch bei blog.de. Mehr oder weniger regelmäßig habe ich dort Tagebucheinträge eingestellt, anfangs anonym, aber schon recht bald bloggte ich unter meinem Klarnamen, weil mir das einfach besser gefiel.

Meine allererste Blogfreundin war Silke, die Töpferschnecke, die mittlerweile ebenfalls umgezogen ist mit ihrem Blog. Ihr findet sie auch in meiner Blogroll.
Schnell kamen weitere dazu, mit einigen habe ich noch heute Kontakt, sei es privat oder über Facebook, wie auch immer. Elke und ich, wir kannten uns allerdings schon bevor wir überhaupt an Blogs gedacht haben, sicherlich sind das mittlerweile mindestens 20 Jahre. Elkes Kindergeschichten findet ihr ebenfalls in meiner Blogroll. Zusammen betreiben wir die Jahreszeitenblogs, die ich hier mal aufliste für die, die sie noch nicht kennen:
Frühlingsgeschichten
Sommergeschichten
Herbstgeschichten
Wintergeschichten
Geschichtensammlung

Das sollte jetzt aber kein Werbeblog werden - es ergab sich gerade so, weil ich ja ein wenig über meine Bloggerei berichten wollte. Warum?

Ebenfalls vor 10 Jahren lernte ich durch das Bloggen einen Mann kennen, dessen Blog ich gern besuchte. Er schrieb intelligente Beiträge, immer gewürzt mit einer Prise Humor. Wir haben uns, auch als ich blog.de ruhen ließ, nicht aus den Augen verloren und besuchten uns gegenseitig immer mal wieder. Da er auch Krimis schrieb, las ich all seine Bücher und gab ihm gern Feedbacks zu seinen Geschichten, wie er auch mir immer wieder nette Rückmeldungen zu meinen Geschichten und Blogbeiträgen gab.

Durch einen Zufall habe ich gestern erfahren, dass er verstorben ist. Er war erst 49 Jahre alt. Über die Umstände seines Todes weiß ich nichts. Ich bin sehr traurig, auch wenn wir uns "nur" auf virtuellem Wege begegnet sind.

Ruhe in Frieden, Georg!

Kommentare:

  1. Liebe Regina, es ist immer schmerzlich wenn man jemanden verliert, den man recht lieb gewonnen hat.

    Ich bin erst seit kurzem als Bloggerin unterwegs und frage mich manchmal wie das ist, wenn man nicht mehr so präsent ist - ist man dann aus dem Sinn, wenn man aus den Augen ist?

    Ich finde es gut, dass ihr euch "erhalten" konntet und du ihm hier gedenkst.

    Lieben Gruß, Sophie (die immer noch unter Pseudonym schreibt)

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    1. Liebe Sophie,
      das Gedenken und Nichtvergessen ist das einzige, was ich für ihn tun kann. Das ist für mich selbstverständlich. Wie das ist, wenn jemand plötzlich verschwindet, fragst du dich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die langjährigen, ich nenne sie mal Begleiter, im Internet nicht so einfach verschwinden. Ich habe schon einige gehen lassen müssen, die entweder durch Krankheit oder Tod gingen. Andere wollten nicht mehr bloggen, zu denen habe ich aber weiterhin Mailkontakt, es sind nur wenige, aber es ist schön, dass diese Freundschaften so haltbar sind, beinahe haltbarer als die "Bekanntschaften", die man im Laufe des Lebens im Leben außerhalb des Internets macht. Schön ist auch, dass man Tag und Nacht schreiben kann und wenn man in Not ist, kann man davon ausgehen, dass man sehr schnell eine Antwort bekommt. Das finde ich wunderbar!
      Herzliche Grüße an dich, es ist schön, dass du da bist
      Regina

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  2. Danke für diesen Eintrag, liebe Regina, auch wenn er nicht nur freudig und nachdenklich, sondern auch traurig stimmt. Mich überkommt immer eine besonders heftige Trauer, wenn ein Blogfreund von uns geht. Man kennt einander nicht persönlich und doch mehr als die meisten Menschen, die man im realen Leben antrifft bzw. um sich hat. Bloggen öffnet mehr und erreicht meine Seele so viel mehr als jedes 'Geplapper' mit Nachbarn oder Bekannten oder Kollegen. Es fühlt sich ehrlicher an, wenn das hier nun auch komisch klingen mag.
    G. also auch. So schade. Und wenn ich an Annka denke, weine ich heute noch. Ich denke oft an sie.
    Danke fürs Erinnerung
    und ein lieber Gruß
    deine Ele

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    1. Liebe Ele,
      du kennst mich ja schon sehr lange und du weißt, dass wir da einer Meinung sind. Ohne das Internet hätten wir zwei uns nicht gefunden und das wäre schrecklich! Ja, es sind schon einige, von denen wir uns verabschieden mussten und es tut weh. Leider ist das das Leben und es wird immer so bleiben. vorsichtshalber habe ich meiner Tochter alle Daten mit meinen Zugängen gegeben, damit sie, wenn mir mal etwas passiert, meine Freunde informieren kann und anschließend meine persönlichen Sachen löschen kann.
      Ich danke dir, für deinen Kommentar und alles andere gestern und heute auch
      deine Regina

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  3. Das ist die Faszination des Bloggens. Es finden Menschen zueinander, die sich wahrscheinlich nie persönlich sehen werden. Aber sie haben einen Draht zueinander. Man erfährt lustige und traurige Dinge, man hofft und bangt mit, man freut sich mit. Und man trauert. Wenn ein Lebensweg zuende geht. Ich kann mir Deine Betroffenheit vorstellen. Aber wieder tröstlich, wenn ein Mensch nicht vergessen ist. Schreibt jemand vom Verlust eines geliebten Tieres heule ich hier am PC mit. Mir geht es auch so, mit "realen" Bekannten kann ich wenig anfangen, vieles ist oberflächlich und viele betrachten mich mit "meinem" Internet und der Bloggerei, und dann auch noch bei facebook(!!!9 als abartig. Ich vermisse sie nicht.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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    1. Liebe Brigitte,
      ja, genau das ist es. Viele Bekanntschaften bleiben an der Oberfläche, in den Blogs erfährt man viel mehr vom anderen, als in Gesprächen oder, wie elke sagt beim Plappern. Schön ist auch, dass man den Zeitpunkt, wann man sich damit beschäftigen möchte ganz selbst bestimmt und zu nichts gedrängt wird.
      Das Mitfühlen empfinde ich auch so und habe schon oft hier weinend vorm PC gesessen, weil mich etwas so betroffen gemacht hat. Aber auch die Mitfreude, wenn jemand etwas Tolles erreicht hat ist wunderbar.
      Danke für deinen Zuspuch, ich grüße dich herzlich
      Regina

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  4. Liebe Regina,
    10 Jahre sind eine lange Zeit. Da kann man auch in der virtuellen Welt viel
    erleben. Angenehme und leider auch unangenehme Dinge.
    Ich freue mich, dass es dich hier gibt. Ich komme gern zu dir - manchmal kann ich leider nicht kommentieren. Aber das verstehst du ja.
    Ich verstehe deine Betroffenheit. Es ist immer schwer, einen Menschen gehen zu lassen. Zumal wenn er noch so jung ist.
    Liebe Grüße schickt
    Irmi

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    1. Liebe Irmi,
      ich freue mich auch, dass wir uns hier begegnet sind. Ich lese ebenso gern in deinem Blog, eigentlich immer, auch wenn ich nicht immer kommentiere. Manchmal schafft man es einfach nicht, zu allem etwas zu schreiben und das ist auch in Ordnung so. Es soll kein Stress sein, besser Freude, und die Trauer gehört wohl auch dazu, wie es hier gerade der Fall ist.
      Herzliche Abendgrüße zu dir
      Regina

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  5. Liebe Regina, es ist wirklich so: Man kennt die Menschen nicht persönlich, doch man ist irgendwie zusammen gewachsen hier in der Bloggerwelt. Meine (kritische) Tochter fragt oft: Was hast du denn vom Bloggen? Sie meint: Eigentlich doch nur 'Arbeit'. Aber so empfinde ich es nicht - und alle anderen, die einen Blog betreiben, sicher auch nicht. Ich habe - und ich gestehe, dass ich vor 10 Jahren noch gar nichts von Blogs wusste - ja nicht einmal eine zweijährige Erfahrung. Doch es gibt hier soooo viele Menschen, auf deren Kontakt ich nicht mehr verzichten möchte und die ich ohne das Internet und das Blogger niiieee kennengelernt hätte. DU gehörst natürlich auch dazu als die Allererste, mit der ich hier - und dann sogar privat - Kontakt bekam! Schön, dass wir uns hier gefunden haben! LG Martina

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    1. Ja, liebe Martina,
      genau so empfinde ich das auch. Es macht Spaß, zu bloggen, sich auszutauschen und Freundschaften zu schließen, die ohne das Internet wohl nie zustande gekommen wären. Wo hätten wir zwei uns sonst finden sollen? Dabei wohnen wir ja gar nicht so weit voneinander entfernt, das ist auch schön!
      Liebe Grüße an dich, es war schön mit dir zu plaudern heute
      Regina

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  6. Das ist eine lange Zeit. Ich blogge erst seit ein paar Jahren und dennoch sind manche BloggerInnen mittlerweile wie "Nachbarn" geworden :)

    Selbst wenn man keinen direkten Kontakt hat, so fällt doch hin und wieder auf, wenn ein Blog sich verabschiedet oder die/der Blogger dahinter stirbt oder krank wird - so etwas stimmt mich auch immer traurig :(

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Lieber Björn,
      ja, es ist eine lange Zeit schon, aber es kommt mir gar nicht so vor. Zwischendurch hatte ich auch schonmal eine kleine Blogmüdigkeit, doch wegen der Blogfreunde bin ich immer wieder zurückgekommen. Das ist ein gutes Gefühl und genau so intensiv wie die Trauer, wenn jemand sich plötzlich verabschiedet.
      Einen schönen Abend dir, danke und liebe Grüße
      Regina

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  7. Hallo liebe Regina,
    10 Jahre, eine lange Zeit, und auch ich bin froh, Dich hier kennengelernt zu haben *lächel*
    Deine Geschichten zaubern mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht!
    Die andere Tatsache, das ist eine traurige Geschichte, und sie nimmt einen mit, auch wenn man sich nicht persönlich kannte ....über die Jahre entsteht doch mit einigen eine wunderbare Vertrautheit und Freundschaft ...
    Sei ganz lieb umärmelt,
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Liebe Claudia,
      danke schön! Bei dir bewundere ich deine unermüdlichen Handarbeiten, immer wieder gibt es etwas neues und ganz anderes zu sehn und dein herrlichen Gartenbilder wecken in mir den Wunsch, auch aus meinem Garten ein Paradies zu machen. Wir beiden hatten auch gleich diese Vertrautheit, die sich beim Telefonieren zeigt, so, als kennen wir uns schon viele Jahre!
      Danke dafür und herzliche Grüße
      deine Regina

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  8. Liebe Regina, von allem was dir die Blogger/innen schreiben, empfinde ich auch etwas. Bei Trauerarbeit kann ich mich schlecht ausdrücken, deshalb bin ich in aller Stille und Gedanken bei dir und den Hinterbliebenen. Er war noch so jung ... möge er den ewigen Frieden erhalten.
    Froh bin ich, dass es dich gibt und ich dich Kennenlernen durfte.
    Ganz liebe Grüße, Margot.

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    1. Liebe Margot,
      ich bin auch sehr froh, dass wir uns hier kennenlernen durften. Es ist immer wie ein Nachhausekommen, wenn man das Blog öffnet und einen lieben Kommentar vorfindet. Auch die Anteilnahme tut sehr gut, wenn es einem mal nicht so gut geht. Das ist hier im Blog viel intensiver als "draußen". Manch einer möchte auf die Frage: Wie geht es dir? gar nicht hören, wie es wirklich geht. Oft ist es nur eine Floskel. Glücklicherweise gibt es aber auch im Leben außerhalb des Internets Menschen, die ehrlich fragen und auch wissen wollen, wie es wirklich in einem aussieht. Das tut sehr gut!
      Danke dir und liebe Grüße an dich
      Regina

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  9. Liebe Regina
    lange Zeit das doppelte wie ich und so viele Menschen kennen gelernt und auch dieses gehört dazu leider der Tod, da habe ich auch welche schon mit erlebt die genauso wie er so jung waren . ruhe sie alle in Frieden.
    Schön wie es sich entwickelt hat bei dir..
    Ich habe beschlossen für mich dass ich keine Treffen mache, das bringt zu arg druck für mich und das nehme ich mir weg und so freu ich mich trotzdem an den Bloggermenschen sie besuchen in ihren Blogs so dich genauso.
    Schön dass es dich gibt!

    Lieben Gruss Elke

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    1. Liebe Elke,
      ich denke mir immer: Alles kann, aber nichts muss! Wenn es bei dir Druck aufbaut, jemanden aus der Blogwelt zu treffen, dann lass es auch sein. Man denkt trotzdem an die, deren Blogs man liest, die das eigene Blog besuchen, egal, ob man sie jemals getroffen hat oder nicht. Das ist das Schöne hier und ich bin auch sehr froh darüber, dass du immer wieder kommst und ich bei dir die herrlichen Bilder meiner 2. Heimat am Meer bewundern kann. Neulich habe ich sogar mit meiner Mutter zusammen in deinem Blog herumgestöbert, um ihr all die schönen Plätze zu zeigen, die du mit uns teilst!
      Herzliche Grüße zu dir
      Regina

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  10. Liebe Regina,
    10 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Ich bin noch nicht einmal 10 Monate als Bloggerin unterwegs. Ich habe diese Sache erst sehr spät entdeckt oder auch lange vor mir hergeschoben. Hätte ich gewusst, dass es so viel Spaß macht und man so viele nette Menschen kennenlernt, dann hätte ich schon viel früher begonnen.
    Ich kann verstehen, dass Du traurig bist über den Tod deines Bloggerfreundes. Es ist immer schlimm, wenn das Schicksal so hart zuschlägt. Schön, dass Du ihm einen Nachruf geschrieben hast.
    LG
    Astrid

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    1. Liebe Astrid,
      wie gut ist es, dass du das Bloggen für dich entdeckt hast, denn du schreibst wunderbare Geschichten, die ich sehr gern lese. Noch habe ich nicht alles gelesen, was es bei dir gibt, aber das werde ich nach und nach tun.
      Lieben Dank für deine treuen Besuche und Kommentare, schön, dass du da bist!
      Herzliche Grüße
      Regina

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  11. Das tut mir leid, ist das dieser Georg, der die Krimiserie 'Velten und Marcks' geschrieben hat?
    49 ist doch noch kein Alter zum Sterben.LGLore

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    1. Liebe bayrische Freundin Lore,
      was wären wir ohne unsere Blogs? Einsam, nicht wahr? Unsere dienstäglichen Gespräch würde es gar nicht geben und nicht die Freude an deinen wunderbaren Märchen und Geschichten. Wir haben uns ja auch noch niemals persönlich getroffen (was sich ändern wird) und sind uns trotzdem so vertraut wie Freundinnen, die sich schon soooooo lange kennen. Das ist wunderbar!
      Alles Liebe und danke
      deine Regina

      P.S. Ja, Es ist der Georg, der die Krimis geschrieben hat. Er hatte ein großes Erzähltalent und ich hatte gehofft, dass er noch ganz viel schreiben würde.

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  12. Wahnsinn, 10 Jahre schon. Respekt ich kenne nicht viele die so lange dabei sind. Mach weiter so. LG Romy

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  13. Liebe Regina,
    so lange wie Du bin ich noch nicht in Sozialen Netzwerken unterwegs - bei Seniorbook bin ich jetzt 1 1/2 Jahre, und meinen Blog gibt es gerade mal ein halbes Jahr. Und trotzdem - viele der Menschen, die ich hier (oder ei Seniorbook) kennen gelernt habe, sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen. Ich frage mich manches Mal, was ich nur mit meiner Zeit anfangen würde, wenn ich NICHT hier gelandet wäre... Und wenn man dann erfährt, dass jemand, mit dem man Kontakt hatte, plötzlich nicht mehr da ist - ja, das nimmt einen schon mit. Irgendwie gehören die Blog-Freunde schon fast zur Familie. Auch wenn das irgendwie albern klingt ...
    Ich kannte zwar Deinen Freund Georg nicht - aber es ist schade, dass er so früh gehen musste. Und sehr traurig für seine Familie!
    Liebe Grüße
    Christine

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  14. Über so viele Jahre wächst man sich ans Herz, man liest sich und mit der Zeit weiß man allein vom schreiben her, wie der andere eingestellt ist. Ja, es entwickeln sich Freundschaften. Plötzlich fehlt jemand weil er sich nicht mehr meldet und man vermisst ihn oder sie. da ist einfach eine Lücke entstanden.Hier darf man das äußern und auch trauern.
    Ich blogge noch nicht so lange, aber lerne die Menschen kennen.Über das Internet haben sich Freundschaften bei mir entwickelt, früher habe ich das nicht glauben können.
    Liebe Grüße, Klärchen

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Ich freue mich über jeden Kommentar. Nicht immer schaffe ich es, alle Kommentare zu beantworten, ich bitte um Verständnis!