Donnerstag, 8. Januar 2015

Gedanken am Tag nach dem 7.1.2015

Heute Morgen war ich zunächst unterwegs, nachdem ich sehr schlecht geschlafen hatte. Ich hatte mir gestern noch vorgenommen etwas zu schreiben, was fertig gedacht ist und nur noch auf's Papier (oder in den Computer) will.
Geht aber nicht. Seit mindestens einer Stunde starre ich den Bildschirm an und versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Geht nicht.
Immer wieder wandern meine Gedanken nach Frankreich und sofort habe ich wieder die Bilder von gestern vor Augen und die Nachrichten im Ohr.
Ich bin fassungslos, traurig und wütend zugleich. Für heute werde ich mal lieber schweigen ...

Kommentare:

  1. Genau das sind die Gefühle, die viele von uns heute haben. Fassungslosigkeit macht sich breit!! Schweigen? Ja! Schweigen!

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  2. Ich meine manchmal, ich habe zu oft und zu lange geschwiegen.
    Ich meine, ein lautes Schreien könnte vielleicht doch mehr bewirken auf einigen wenigen dieser kleinen und großen, privaten und allgemeinen, alle betreffenden "Baustellen" des Lebens.
    Ich würde gerne laut schreien ...
    Ich traue mich nicht
    Aber solange wir nichts wagen, was geschieht?
    Den Lauten gehört die Welt.

    Hilflos
    S.

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  3. Die Waldflüsterin bringt es auf den Punkt, ich trau mich auch nicht...öffentlich.
    Die Angst geht um und das Unbehagen steigt , Entsetzen und auch das Gefühl der Hilflosigkeit, schlimm!

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  4. Ganz ehrlich, ich rege mich darüber kaum noch persönlich auf - die Menschheit ist so, damit habe ich mich mittlerweile abgefunden - so schlimm es ist.

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  5. Man findet echt keine Worte dazu.
    Ganz liebe Grüße Christa.

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  6. Mir geht es genauso wie Björn. Ich vermeide inzwischen tunlichst, mir die Nachrichten anzuschauen. Mag sein, dass ich feige bin - aber die Menschheit hat nie aus ihren Fehlern gelernt. Und wird es auch in Zukunft nicht tun.
    Man kann über die Ursache (die Mohammed-Karikaturen) geteilter Meinung sein - aber nichts auf dieser Welt rechtfertigt die Gewalt, die nun in Paris losgebrochen und vermutlich noch lange nicht am Ende ist.

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  7. sie ist zu Ende und was für ein Ende!.... Wir haben uns alle gewünscht dass es anders ausgegangen wäre, wußten aber nach all den Nachrichten dass das ein frommer Wunsch bleibt!!!...aufstehen und reden,
    laut werde
    sich wehren - ja
    das sollten wir alle
    wer dazu schweigt akzeptiert gleichzeitig dass sich nichts verändern kann...
    ist das der Weg den wir gehen sollten...? den Weg des langen, tiefen, schweren Schweigens und akzeptierens völlig unhaltbarer Zustände?.den Weg des immer wieder wegschauens weils die eigene Hilflosigkeit gebiert!......das kann nicht sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    jeden Tag handeln....das sollten wir...

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  8. Man darf Solidarität und Mitgefühl zeigen, man darf trauern jeder so wie er mag und kann.
    Wir leben in einer Demokratie und dürfen auch sagen was wir denken und fühlen.
    Angst ist ein schlechter Ratgeber, doch Vorsicht ist überall geboten. Eigentlich auch traurig!
    Die Augen verschließen und hilflos zuschauen geht auch nicht, aber gemeinsam kann man viel erreichen.
    Traurig bin ich sehr, aber ganz schweigen kann ich nicht.
    Klärchen

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