Dienstag, 28. Oktober 2014

Reizwort"geschichte" Die Schreibblockade

Diese Woche habe ich mich etwas schwergetan mit den Reizwörtern. Da mir absolut keine "richtige" Geschichte einfallen wollte, habe ich einfach meine Gedanken dazu aufgeschrieben, um sie mit euch zu teilen.
Vernetzen kann ich heute leider erst später, da ich ausnahmsweise heute arbeiten muss und erst mittags wieder zu Hause bin.




Filmriss - Fest - faszinierend -  frisch – feurig

Die Schreibblockade
Plakativ prangt das Wort gleich am Anfang der Wortkette – Filmriss. Je öfter ich darüber nachdenke, desto weniger gefällt mir dieses Wort. Immer wieder wandern meine Gedanken zu Trinkgelagen mit viel Alkohol, der einen so genannten Filmriss verursachen kann. Begriffe wie „Komasaufen“ schleichen sich in meine Hirnwindungen. Ein Thema, das auch in den Medien immer mal wieder auftaucht. Kein fröhliches Thema, eher ein bedenkliches.
            Das zweite Reizwort passt recht gut dazu. Natürlich könnte ich gut über ein Fest schreiben, bei dem viel getrunken wird und einer der Gäste erleidet einen Filmriss, weiß am nächsten Tag nicht mehr, wie er nach Hause gekommen ist, geschweige denn, was vorher passiert ist. Jeder, der das einmal erlebt hat, verdrängt den Gedanken wieder. Das glaube ich jedenfalls – faszinierend ist das nämlich auf gar keinen Fall.
Wer macht sich schon  gern zum Affen?
            Ich könnte jetzt auch einfach frisch von vorn beginnen, doch dafür habe ich wahrscheinlich schon zu viel gequatscht. Vielleicht hätte ich das Wort einfach nach hinten setzen sollen und über ein faszinierendes Fest berichten sollen, bei dem ich mir einen feurigen Liebhaber angelacht habe …
            Immerhin wäre das eine spannende, vielleicht sogar lustige Geschichte geworden. Doch am Ende warte dann wieder der Filmriss und wem sollte ich den verpassen, meiner neuen Flamme? Mir selbst?
            Während ich dies hier schreibe, kommt mir doch noch eine Idee: Wie wäre es so:
            Ich bin Gast in einer Fernsehshow, einer von denen, bei der man für jede Frage vier Antwortmöglichkeiten bekommt. Eine Frage könnte sein:
In welchem Beruf wird am häufigsten ein Filmriss erlitten?
A:  Kellner B: Restauranttester C: Fotograf  D: Kameramann
            Da ich bei dem Thema immer wieder an Alkohol denken muss, hätte ich wohl den Kellner genommen. Leider hätte ich da voll daneben gelegen, das gab mir der nette Quizmaster durch die Blume zu verstehen. Ich verdaddelte also alle Joker. Das Publikum hätte zu über achtzig Prozent auf den Fotografen gesetzt, aber ich, genial, wie ich bin, wäre drauf gekommen, dass sowohl Fotografen, als auch Kameramänner heutzutage digital arbeiten. Ich hätte mich also für den Restauranttester entschieden – und dann?
            Zumindest hätte ich den Filmriss untergebracht, nicht eben die intelligenteste Lösung, das gebe ich zu. Deshalb beende ich nun dieses unfruchtbare Geschwafel, nehme mir ein Buch, eine Decke und verkrieche mich auf dem Sofa – ich gelobe Besserung, nächste Woche klappt es sicher wieder!

© Regina Meier zu Verl

Kommentare:

  1. Also mich hast du gut unterhalten, mit deinen Gedanken. Ich habe wirklich darüber geschmunzelt - besonders über die Quizsituation. Kurz hatte ich nämlich auch über einen echten Filmriss nachgedacht. Gut, dass ich es nicht geschrieben habe, gibt es ja heute gar nicht mehr, wie ich gerade bei dir gelesen habe! Einen nicht zu anstrengenden Arbeitstag. Ich finde sie toll, deine Gedanken-Geschichte! Martina

    AntwortenLöschen
  2. Muss ja nicht immer eine Geschichte sein, auch ich habe mich sehr gut unterhalten über deine Gedanken besonders zum Filmriss. Der hat auch mir eine Menge Kopfzerbrechen bereitet.
    Nun will ich mal sehen was Martina aus diesem Wort gemacht hat.
    Wollte nachher gemütlich mit dir telefonieren, aber ich lese, du arbeitest hat. Kann man nichts machen.

    AntwortenLöschen
  3. Danke, Regina, für Deine Gedanken. Das macht mir Mut, wenn meine Fantasie mal aussetzt ...

    An die eigentliche Bedeutung von "Filmriss" dachte ich gar nicht. Da fiele mir tatsächlich gleich eine romantische Geschichte dazu ein ;)

    Alles Liebe
    Eva :)

    AntwortenLöschen
  4. Es wundert mich ohnehin, dass Euch allen jede Woche eine neue Geschichte einfällt. Ich denke, das würde mir auch schwer fallen.
    LG Elke

    AntwortenLöschen
  5. Hallo, meine liebe Regina,
    sol ich Dir was sagen? Ich finde Deine Gedanken zu den Reizwörtern mindestens genauso gut, wie eine Geschichte! Bei dem Wort Filmriss gehen mir ähnliche Gedanken wie Dir durch den Kopf. es ist ja auchallzu oft Thema in Krimis, wie auch im realen Leben....leider!
    Ich wünsch Dir noch einen schönen gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  6. Super geschrieben ... herrlich erfrischend. Wie immer, hat sich ein Besuch bei dir gelohnt.
    Gruß vonner Grete, die nie nicht einen Filmriss hatte. Nie nicht nach einem Fest und schon gar nicht nach einer feurigen Nacht. Denn so ein Lover kann ganz schön faszinierend sein. Und wenn dann der Kaffee am nächsten Morgen noch frisch ist ...

    AntwortenLöschen
  7. deine Gedankengänge wurde zu einer Geschichte und auch so kanns mal sein warum auch ...
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar. Nicht immer schaffe ich es, alle Kommentare zu beantworten, ich bitte um Verständnis!