Montag, 23. September 2013

Sumsinella im Staudengarten



Welcher Ort könnte schöner sein für meine kleine Elfe Sumsinella, als ein Staudengarten mit einem richtigen Teich darin. Genauso hatte ich mir das beim Schreiben meiner Geschichten vorgestellt und alle, die in den Geschichten mitspielen, könnten auch dort gewohnt haben, sogar das Haus der kleinen Anna war da. Ideale Voraussetzungen also.

Ich hatte mir gut vorbereitet, das Wetter war prima und die Fest war auch gut besucht. Man hatte mir ein Plakat mit meinem Namen versprochen, so ganz unbekannt bin ich ja hier in der Gegend nicht mehr. Auf meine Frage, wie viele Kinder denn so erfahrungsgemäß kommen würden, sagte man mir, es könnten so zwanzig oder mehr Kinder werden.

Als ich eine Stunde zu früh dort ankam, nahm ich zunächst Kontakt mit den Hofbesitzern (meinen Auftraggebern) auf, wurde nett begrüßt, bekam den Staudengarten das erste Mal zu Gesicht und dann zeigte man mir, wo ich Kisten finden könnte, die ich den Kindern hinstellen könnte, damit sie sich beim Zuhören setzen können.
Diese Klappkisten mussten aufgebaut werden, zwanzig Stück an der Zahl, ich klemmte mir bös den Finger, das Blut tropfte nur so, aber - ein Indianer kennt keinen Schmerz und ich war ja auch guter Dinge und freute mich auf die Kinder. Von 15.00 Uhr bis 16.00 Uhr sollte die Erzählstunde gehen. 
Die anwesende Band würde das aber noch einmal ankündigen, damit man mich auch finden könnte. Ein Plakat gab es nicht, der Garten war etwas außerhalb des Treibens auf dem Hof.
Jetzt werdet ihr euch schon denken, was passierte: ES KAM NIEMAND
Ich habe mich dann ein wenig unters Volk gemischt, darauf hingewiesen, dass es eine ERzählstunde im Staudengarten gibt, mein Tempotaschentuch war mittlerweile durchgeblutet ...
Drei bezaubernde Kinder kamen dann, setzten sich erwartungsvoll auf die Kisten, mittlerweile war es fast halb vier.
Ich habe ihnen dann erzählt, wir haben auch geplaudert, sie fragten und lachten viel, es war nett, richtig nett. Um kurz vor vier wurden die drei dann von ihren Eltern wieder abgeholt und ich stand da mit meinen Gemüsekisten, dem blutenden Finger und etwas Frust im Bauch.
Was habe ich gemacht?
Na, die Kisten abgebaut, sie wieder dorthin geschleppt wo ich sie hergeholt hatte und dann habe ich mich auf den Heimweg gemacht.
Die Bilder sind toll, das Wetter war toll und die drei Kinder waren bezaubernd, das wars!

Ob ich das im nächsten  Jahr wieder mache? Nein, eindeutig nein!

Kommentare:

  1. Oh, liebe Regina,
    das war ja nicht so schön..... aber, Du hast das Beste draus gemacht, da bin ich mir sicher! Nur schade, daß so wenig Zuhörer kamen, die wissen gar nicht, was sie versäumt haben ;O)
    Ich hoffe, Deinem Finger geht es wieder besser, Du Liebe!
    Ich wünsch Dir einen schönen und gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  2. Ohhhhh :(

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend, liebe Regina!!!
    Herzliche Grüsse Babs

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  3. Liebe Regina, ich kann es so gut nachvollziehen, wie du dich gefühlt haben musst. Ich denke da an meinen Vorleseabend im Landhotel, als es so heiß war. Mensch, da bereitet man sich so intensiv darauf vor und dann kommt kaum jemand. Sowas Blödes! Aber du hast doch bald noch einen anderen Termin und da wird alles besser. Kein geklemmter Finger und jeder Menge Zuhörer! Das wünsche ich dir in jedem Fall! Einen schönen Abend - ich muss jetzt schlafen! Bis Morgen - dann ruf ich mal an! Martina

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  4. Liebe Regina,
    das tut mir so leid. Und ich kann mir vorstellen, dass die Enttäusschung tief sitzt.
    Den drei Kindern hast du eine Freude gemacht. Und ganz ehrlich: Im nächsten
    Jahr würde ich es auch nicht wieder machen.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht
    Irmi

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  5. Oh wie schade liebe Regina, ich kann deinen Frust und die Enttäuschung verstehen. Dazu noch einen geklemmten Finger. Doch die drei Kinder hast du bestimmt glücklich gemacht.

    Wünsche dir einen gemütlichen Abend
    liebe Grüße
    Angelika

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  7. Liebe Regina,
    es kommt doch nicht darauf an, wie viele Kinder du glücklich gemacht hast. Du hast 3 Kindern, durch dein Erzählen, Glück geschenkt, was willst du mehr? So wie du es empfunden hast, so haben es die Kinder gefühlt. Also, bitte, sei zufrieden. Deinem Finger wird es auch bald besser gehen. Ich wünsche dir außerdem noch viel Glück.

    Ganz liebe Grüße sende ich dir. Herzlichst Margot.

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  8. Liebe Regina,
    das ist wirklich keine schöne Erfahrung gewesen. Aber wenigstens haben diese drei Kinder eine tolle halbe Stunde mit dir verlebt und werden sich bestimmt an deine Geschichten noch lange erinnern! Schon deshalb hat es sich gelohnt!
    Liebe Grüße
    Calendula

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