Sonntag, 30. September 2012

Die Taube - Gedicht

Auf dem Bild ist die Welt der kleinen Taube noch in Ordnung, dann aber verließ sie der Täuberich und was dann passierte, ist in dem nachfolgenden Gedicht zu lesen.



Im Frühlingsmorgensonnenschein
sitzt eine Taube ganz allein
auf Oma Hildes Fensterbank,
sie rührt sich kaum, denn sie ist krank.

Vor Kummer, denn der Täuberich
ließ offensichtlich sie im Stich.
Das bricht der Taube fast das Herz,
sie gibt sich hin dem Liebesschmerz.

„Täubchen“, hört sie dann ein Flüstern
und vernimmt ein leises Knistern.
„Täubchen, hier, das schmeckt so gut
und verleiht dir neuen Mut!“

Kuchenkrümel, oh, die schmecken,
man könnt’ sich den Schnabel lecken.
Liebespein rückt in die Ferne,
Täubchen mag den Kuchen gerne.

„Täuberich, bleib wo du bist,
ich habe dich nur kurz vermisst.
Mir geht’s gut, ich habe den Kuchen,
werde dich jetzt nicht mehr suchen.“

Ein paar Tage später …

Im Frühlingsmorgensonnenschein
sitzt eine Taube ganz allein
auf Oma Hildes Fensterbank,
sie ist jetzt dick und nicht mehr schlank.

© Regina Meier zu Verl

Kommentare:

  1. War es der Täuberich den wert
    der Bauch nun dick, der Flug erschwert
    Liebe Taube, hättest ihn lieber gleich vergessen,
    bevor du all den Kuchen nun gefressen
    Liebe Regina, ich wünsche dir noch einen schönen
    Sonntagnachmittag. Lore

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    1. Danke schön, liebe Lore,
      ich habe deine Fortsetzungs-Antwort oben mit dazu gestellt!

      Liebe Grüße
      Regina

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  2. Da kam des Weges ein Täuberich
    und dachte so ganz still bei sich:
    An der ist richtig etwas dran.
    Das schau ich mir mal näher an.

    Er fand sie wirklich annehmbar.
    Jetzt sind sie lange schon ein Paar.
    Krümel ißt nun keiner mehr,
    denn beide lieben sich so sehr.


    PS: Durch Lore inspiriert dachte ich mir,
    ich versuche es auch einmal :-)

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    1. Danke schön, liebe Martina,

      auch deine Fortsetzung freut mich und ich habe sie oben dazugestellt.
      Liebe Grüße
      Regina

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  3. was für ein schönes Gedicht und ich stelle fest, die dichterische Konkurrenz ist groß.
    Auch meinen Vorschreiberinnen ein Kompliment.

    LG
    Brigitte

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    1. Danke schön, liebe Brigitte,

      ich wünsche dir einen schönen Tag und grüße herzlich
      Regina

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  4. Heute stieß ich auf Dein Gedicht. Es gefällt mir.
    Es ist wie im richtigne Leben.
    Liebe Grüße
    irmi

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