Donnerstag, 16. August 2012

Haariges

Ich zupfe hier, ich zupfe da,
es schmerzt ganz fürchterlich.
Dann find ich noch ein Nasenhaar,
wart‘ nur - ich kriege dich.

Pinzette ist schon angesetzt,
ich muss mich überwinden.
Einmal tief atmen – ziehen – jetzt!
Das Härchen muss verschwinden.

Ach, wüchse es auf meinem Haupt,
ich würd es hegen, pflegen
Dort wäre ihm sogar erlaubt,
zum And’ren sich zu legen.

Dann könnte ich es auch mal wagen,
nach neuster Mode Schrei,
den Mittelscheitel stolz zu tragen,
doch das ist längst vorbei.

Nachdem das Nasenhaar gezupft,
packt mich der Übermut.
Das letzte Kopfhaar wird gerupft.
Das steht mir richtig gut.

© Regina Meier zu Verl

Anna- Lena hat das Gedicht spontan fortgesetzt:

Wenn Haare aus den Ohren kommen,
dann guckt der Gatte ganz benommen.
Denn dort ist es nicht ganz so leicht,
sich zu befreien, sanft und seicht.

Die Nasenhaare schneidet er,
da ging schon mal ein Schnitt recht quer.
Das Blut lief raus
in zarten Tropfen,
ich musst' ihm auf die Wange klopfen.

Ganz vorsichtig
geht er nun selber ran,
verletzt sich nur noch
dann und wann.

Pinzette, Schere und ein Kamm,
sind nun sein Werkzeug,
dann und wann.
Das schließlich braucht
ein schöner Mann.

c/ Gaby Bessen 16.08.12



Kommentare:

  1. Jetzt mußte ich mal laut lachen :O)))
    Herrlich, das Gedicht!
    Ich wünsch Dir einen herrlichen Sommertag!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

    Danke auch für Deinen so netten Kommentar! Freut mich, daß Dir die Mützen gefallen haben :O)

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    1. Da freue ich mich doch, dass ich dich zum Lachen gebracht habe mit dem Gedicht. Das ist es, was ich mir wünsche.

      Herzliche Grüße am Abend
      Regina

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  2. ja, herrlich, das Gedicht!

    Gruß
    Petros

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    1. Danke schön, Petros,
      ich freue mich über deinen Besuch hier und grüße dich herzlich
      Regina

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  3. *lach* Das ist ja herrlich, liebe Regina. :-)
    Schön gedichtet.

    Liebe Grüße,
    Martina

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  4. Nun braucht er zum stylen keinen Kamm
    es genügt ein nasser Schwamm
    das Frisör-Werkzeug es wird geschont
    er lacht um die Wette mit dem guten alten vollen Mond
    Lore

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    1. Genau, liebe Lore,
      eine Vollmondfrisur hat er nun und der nasse Schwamm reicht völlig. Ist doch praktisch!

      Liebe Grüße
      Regina

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  5. Habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Gleichzeitig wurde ich an einen Unternehmer erinnert, mit dem ich früher beruflich viel zu tun hatte. Ehrlich, dem wuchsen derart viele Haare aus der Nase und den Ohren, dass man, auch wenn man sich sehr bemühte, einfach nicht woanders hinschauen konnte. Seine Frau läuft immer sehr gestylt rum. Er hat Geld ohne Ende, könnte sich also in jedem Fall eine Pinzette (reicht aber auf keinen Fall mehr aus) oder besser einen Nasen- und Ohrenrasierer kaufen.

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    1. So jemanden kenn ich auch, liebe Martina,
      vielleicht hätte seine Frau da mal eingreifen sollen ...

      Schön, dass du dich amüsiert hast, das habe ich bei deiner Geschichte heute morgen auch, herrlich!
      Liebe Grüße

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  6. Wenn Haare aus den Ohren kommen,
    dann guckt der Gatte ganz benommen.
    Denn dort ist es nicht ganz so leicht,
    sich zu befreien, sanft und seicht.

    Die Nasenhaare schneidet er,
    da ging schon mal ein Schnitt recht quer.
    Das Blut lief raus
    in zarten Tropfen,
    ich musst' ihm auf die Wange klopfen.

    Ganz vorsichtig
    geht er nun selber ran,
    verletzt sich nur noch
    dann und wann.

    Pinzette, Schere und ein Kamm,
    sind nun sein Werkzeug,
    dann und wann.
    Das schließlich braucht
    ein schöner Mann.

    c/ Gaby Bessen 16.08.12

    Dein herrliches Gedicht musste ich ganz spontan beantworten :lol:




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  7. Ich hab' mal beides ins Lesestübchen mitgenommen :-)

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    1. Klasse, liebe Anna-Lena,
      ich habe deine Fortsetzung mal oben unters Gedicht gesetzt. Danke dir!

      Gute Nacht und liebe Grüße
      Regina

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Ich freue mich über jeden Kommentar. Nicht immer schaffe ich es, alle Kommentare zu beantworten, ich bitte um Verständnis!